Vogel des Jahres 2015: Haussperling

HaussperlingDer Haussperling ist ein typischer Kulturfolger und aufgrund seiner Nähe zum Menschen ein gutes Abbild der Art und Weise, wie wir selbst mit unserer Natur umgehen. Trotz seiner grossen Anpassungsfähigkeit ist sein Bestand jedoch auch bei uns in gewissen Gebieten um über 40% zurückgegangen.

Er ist ein echter Weltenbummler. Ursprünglich in der Paläarktis beheimatet, ist der Haussperling heute bis auf wenige Ausnahmen auf der ganzen Welt anzutreffen. Er folgte dem Menschen auf seinen Reisen oder wurde absichtlich auf anderen Kontinenten eingebürgert – als „Mitbringsel" aus der Heimat.

 

HaussperlingDer Hausspatz ist ein unauffälliger Genosse. Das Gefieder des Weibchens ist unscheinbar braun-beige gefärbt und fein gezeichnet. Das Männchen hat ein kontrastreicheres Kleid mit dunkler Kehle, grauer Kopfplatte und schwarzem Brustlatz – je grösser der Latz, je grösser sein Erfolg bei der Werbung um ein Weibchen! Der Körnerfresserschnabel ist beim Weibchen ganzjährig braun gefärbt; beim Männchen ist er im Sommer schwarz.

 

Wie können wir helfen?
An unseren Häusern sollten Einschlupflöcher und Brutnischen erhalten bleiben oder durch Nisthilfen ersetzt werden. Begrünte Wände dienen als Nist- und Schlafplätze. Mit Blumenwiesen, einheimischen Büschen und Sträuchern sowie mit weniger „aufgeräumten" Flächen werden naturnahe Lebensräume geschaffen. Auf Pflanzenschutzmittel und andere Gifte sollte verzichtet werden. Diese Massnahmen können das Nahrungsangebot in Form von Sämereien und Insekten in Gärten und öffentlichen Räumen wesentlich erhöhen. Davon profitiert nicht nur der Haussperling, sondern allgemein die Biodiversität im Siedlungsraum.

Haussperling

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