Vogel des Jahres 2014: Waldohreule

WaldohreuleDie Waldohreule ist eine der häufigeren Eulen der Schweiz (Bestand: 2500-3000 BP) und brütet im Mittelland, im Jura und in den Alpentälern bis auf 1500 MüM. Sie liebt fliessende Übergänge zwischen Wald und Kulturland mit lichten Waldpartien, Hecken und extensiv genutztem Wiesland – einen Lebensraum, der für Pflanzen- und Tierarten sowie für die Biodiversität sehr wichtig ist und deshalb weiter gefördert werden muss.

In Füllinsdorf wurde eine Waldohreule vor zwei Jahren im Gebiet Leimen / Eichlenhof während mehrerer Tage gesichtet.

Sie ist wie der Uhu gefärbt, aber bedeutend kleiner. Die langen Federohren (nicht zum Hören bestimmt), das gelbbraune, hell gesprenkelte und dunkel gestreifte Gefieder sowie die orangen Augen sind die wichtigsten Merkmale. Aufgrund ihrer nächtlichen Lebensweise sieht man sie kaum. In der Dämmerung und nachts geht sie in offenem Gelände auf die Jagd, wobei die Wühl- und Waldmäuse (bis über 80%) nebst anderen Kleinsäugern die wichtigsten Beutetiere sind. Den Tag verschläft sie gut getarnt auf einem Ast in Stammnähe sitzend. Im Winter verbringen nicht selten 5-10 oder mehr Eulen den Tag gemeinsam in einem Feldgehölz oder sogar mitten in einem Wohnquartier.

WaldohreulenIhr leiser, aber weithin hörbarer Ruf – ein dumpfes, stöhnendes „Huuh" – kann man schon in kalten Januar- oder Februarnächten vernehmen. Ab Anfang März legt das Weibchen in einem alten Krähen-, Elstern- oder Greifvogelnest am Waldrand oder in einem Feldgehölz 3-5 Eier (in guten Mäusejahren sogar 6-8 Eier). Brutdauer: 27-28 Tage pro Ei. Nach 3 Wochen verlassen die Jungen noch im Dunenkleid das Nest (Ästlinge) und nach weiteren ca. 10 Tagen können sie fliegen.

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